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Übersicht

Die Orte

Alle Demokratie-Orte im Taunus in der Übersicht

  • Frankfurter Landstraße, 61352 Bad Homburg vor der Höhe-Gonzenheim

    Die Freiheitslinde, Bad Homburg v. d. Höhe

    Im Garten des Restaurants „Homburger Hof“ in Gonzenheim steht ein ehrwürdiger Baum, alt – doch mit grünen Blättern. Die „Freiheitslinde“ wurde am 30. Mai 1848 von dem Gonzenheimer Gastwirt Peter Bruder, einem Anhänger der vormärzlichen Freiheitsbewegung gepflanzt, sozusagen als Zeichen für den Aufbruch in eine neue Zeit, die auch in der Landgrafschaft Hessen-Homburg – eher zaghaft – anzubrechen schien.

  • Ludwig-Erhard-Anlage 1-5, 61352 Bad Homburg vor der Höhe

    Das Landratsamt, Bad Homburg v. d. Höhe

    Baulich erinnert das Landratsamt des Hochtaunuskreises mit seinen markanten Türmen und torähnlichen Zugängen an eine Burg. Aber es ist keine, in der ein Fürst thront und die Untertanen draußen bleiben. Das 1999 in Betrieb genommene Gebäude ist vielmehr eine Feste der modernen Demokratie, in der die Bürgerinnen und Bürger beziehungsweise vielmehr deren gewählte Vertreterinnen und Vertreter das Sagen haben.

  • Elisabethenstraße 16, 61348 Bad Homburg vor der Höhe

    Das Hessen-Homburgische Parlament, Bad Homburg v. d. Höhe

    Am 12. April 1849 eröffnete der Landgräfliche Dirigierende Geheime Rat Christian Bansa an diesem Ort die erste Sitzung des hessen-homburgischen Landtags. Landgraf Gustav (1781–1848) hatte im Juli 1848 ein Wahlgesetz erlassen, auf dessen Grundlage einen knappen Monat später Wahlen zu einem konstituierenden Landtag stattfanden. 13 Abgeordnete wurden gewählt, sechs im Amt Homburg und sieben im Oberamt Meisenheim am Glan.

  • Louisenstraße, 61348 Bad Homburg vor der Höhe

    Rathaus, Bad Homburg v. d. Höhe

    Das Alte Rathaus der Stadt Bad Homburg wurde vermutlich Mitte des 14. Jahrhunderts, nach der Verleihung des Stadtrechtes, erbaut. Im 19. Jahrhundert musste das Rathaus aufgrund seiner Baufälligkeit abgetragen werden. Nur der Rathaus­turm blieb bestehen und ragt bis heute neben dem Weißen Turm als Wahrzeichen der Stadt hervor. Er war seinerzeit ein Wartturm und bot der Stadt Schutz und Wehr.

  • Hugenottenstraße 93, 61381 Friedrichsdorf

    Das Philipp-Reis-Haus, Friedrichsdorf

    Das Philipp-Reis-Haus ist mehr als das ehemalige Wohnhaus eines Erfinders. Es ist ein Ort, an dem eine Idee entstand, die die Grundlagen mensch­licher Kommunikation veränderte – und damit auch Voraussetzungen demokratischen Zusammen­lebens. Hier lebte und arbeitete Philipp Reis (1834 – 1874) – Lehrer, Naturwissenschaftler und Erfinder des Telefons.

  • Hugenottenstraße 55, 61381 Friedrichsdorf

    Rathaus, Friedrichsdorf

    Das Rathaus der Stadt Friedrichsdorf ist mehr als ein Verwaltungsgebäude. Es ist ein zentraler Ort kommunaler Demokratie und zugleich ein architektonisches Zeugnis des politischen Selbstverständnisses der 1970er Jahre.

  • Schloßbornerweg 2, 61479 Glashütten

    Rathaus, Glashütten

    Das Rathaus in Glashütten kann als architektonischer Ausdruck der Gebietsreform gesehen werden. Die Neuordnung der Kommunalverwaltung zu Beginn der 1970er Jahre war im Gebiet der heutigen Gemeinde ein schwieriges Unterfangen. In zwei Schritten wurden 1971/72 die heutigen Gemeinden gebildet. Zunächst fusionierten die bisherigen Gemeinden Oberems und Glashütten, danach wurde auch Schloßborn der neuen Gemeinde zugeschlagen.

  • Bahnhofsweg 2a, 61279 Grävenwiesbach

    Rathaus, Grävenwiesbach

    Das Rathaus in Grävenwiesbach ist heute das lebendige Zentrum der lokalen Demokratie. Doch der Weg dorthin – von der Obrigkeit zur bürgerschaftlichen Mitbestimmung – war ein langer, historischer Prozess, der eng mit unserer Region und großen Vordenkern verbunden ist.

  • Hasselborner Str. 20, 61279 Grävenwiesbach

    Richard Schirrmann und das Jugendherbergswerk, Grävenwiesbach

    Richard Schirrmann (1874–1961) war Lehrer und Pädagoge, der Bildung mit Bewegung, Naturerfahrung und sozialem Lernen verband. Aus der Notwendigkeit heraus, jungen Menschen auf mehrtägigen Wanderungen geeignete Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten, entwickelte er 1909 die Idee eines flächendeckenden Jugendherbergsnetzes. 1932 gründete er das Internationale Jugendherbergswerk – getragen vom Leitgedanken der Begegnung zwischen Menschen verschiedener Nationen und dem Wunsch nach Frieden.

  • Bischof-Kaller-Straße 3, 61462 Königstein

    Haus der Begegnung, Königstein im Taunus

    Königstein ist ein Konzentrationspunkt westdeutscher Nachkriegsgeschichte, ein Album des Werdens der Bundesrepublik, anschaulich fassbar in der Architektur dieses Baus. Das „Haus der Begegnung“ wurde 1954/55 nach Plänen des Frankfurter Architekten Hans Busch (1911–1990) als katholisches Kongresszentrum erbaut. Die nötige Finanzierung wurde überwiegend durch Spenden von Heimatvertriebenen ermöglicht.

  • Kirchstraße 9, 61462 Königstein

    Marienkirche, Königstein im Taunus

    Am 25. April 1848 war die katholische Kirche St. Marien in Königstein üppig mit Tannengrün und Girlanden geschmückt. Vom Turm wehten weithin sichtbar die schwarz-rot-goldenen Bundesfarben. So empfing der ehrwürdige Bau die 726 Wahlmänner aus 127 Ortschaften der Ämter Königstein, Höchst, Idstein, Usingen und Reichelsheim zur Wahl der Abgeordneten für die verfassunggebende Nationalversammlung in Frankfurt a. M. Die Kirche bot den größten Raum der Stadt und war damit der einzige Ort, der die große Zahl der Anwesenden fassen konnte.

  • Burgweg 5, 61462 Königstein

    Rathaus, Königstein im Taunus

    Das Königsteiner Rathaus, am Rande der Altstadt zwischen Kurpark und Burghain gelegen, ist der Sitz der städtischen Verwaltung. In der Architektur des dreiflügeligen Gebäudes klingt bereits deren Struktur an. Deutlich markiert das große Fenster im Mittelrisalit das Magistratszimmer.

  • Grabenstraße 6, 61476 Kronberg

    Gasthaus „Zum Feldberg“, Kronberg im Taunus

    Ein Wirtshaus in der Kronberger Grabenstraße 5 gab es wohl schon seit 1860. Friedrich Mösinger übernahm 1903 den Betrieb und unter seinem Sohn und Nachfolger Friedrich, genannt Friedel, sollte dem „Gasthaus zum Feldberg“ eine besondere Rolle, insbesondere in der nationalsozialistischen Zeit, zukommen. Friedel war Sozialdemokrat und in seiner Gaststätte trafen sich Parteigenossen und Menschen des sozialdemokratischen Milieus.

  • Katharinenstraße 7, 61476 Kronberg im Taunus

    Rathaus, Kronberg im Taunus

    Die Kronberger Stadtverordnetenversammlung tagte erstmals am 22. Juli 1922 im damals neuen Rathaus der Stadt, der ehemaligen Villa Bonn. Die Sitzung des Stadtparlaments fand statt in der repräsentativen „Halle“ des Hauses, ausgestattet mit Stuckelementen, Holzvertäfelung und einem Schmuckkamin.

  • Hans-Böckler-Straße 1, 61267 Neu-Anspach

    Bürgerhaus und Walter-Lübcke-Platz, Neu-Anspach

    Das Bürgerhaus und der Walter-Lübcke-Platz bilden das Herzstück der „Neuen Mitte" von Neu-Anspach. Das 1981 eröffnete Bürgerhaus ist seit Jahrzehnten ein zentraler Ort der Begegnung, Kultur und Gemeinschaft – offen für alle Bürgerinnen und Bürger. Der vorgelagerte Platz, 2022 nach dem ermordeten Politiker und Demokraten Walter Lübcke benannt, ergänzt dieses Ensemble als lebendiger öffentlicher Raum für Märkte, Veranstaltungen und demokratisches Engagement.

  • Bahnhofstraße 26, 61267 Neu-Anspach

    Rathaus, Neu-Anspach

    Das heutige Rathaus von Neu-Anspach ist ein modernes Verwaltungsgebäude, das im Rahmen eines Wettbewerbsprojekts geplant und 2014 fertiggestellt wurde. Es dient als Sitz der Stadtverwaltung mit Bürgerbüro, Standesamt und weiteren öffentlichen Bereichen. Der Entwurf stammt vom Büro Drei Architekten aus Stuttgart und verbindet moderne Architektur mit den proportionalen Gegebenheiten der Kleinstadt-Umgebung.

  • Hospitalstraße 9, 61440 Oberursel

    Altes Hospital, Oberursel

    Das Alte Hospital in Oberursel geht auf eine Bürgerstiftung um 1530 zurück und war von Beginn an dem Gedanken der sozialen Fürsorge für alte und arme Mitbürger verpflichtet. Nach wechselvoller Geschichte – Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg, Wiederaufbau, Schließung und Sanierung – dient es heute als Seniorentreff und ist fester Bestandteil der städtischen Seniorenarbeit. Damit lebt die ursprüngliche Gründungsidee bis heute fort.

  • Rathausplatz 1, 61440 Oberursel

    Rathaus, Oberursel

    Das Rathaus Oberursel vereint heute Alt- und Neubau unter einem Dach: 1976 fertiggestellt, entstand es als Antwort auf die Gebietsreform von 1972, die vier Verwaltungen und rund 38.000 Einwohner unter einem Dach zusammenführen musste. Das historische Rathaus am Marktplatz von 1659 sowie der Georg-Hieronymi-Saal stehen der Stadtgesellschaft bis heute als Veranstaltungsorte zur Verfügung. Mit der Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung" Ende 2025 steht dem Rathausareal eine umfassende Revitalisierung bevor.

  • Großer Feldberg, 61389 Schmitten im Taunus

    Großer Feldberg, Schmitten im Taunus

    Der Große Feldberg im Taunus ist nicht nur die höchste Erhebung des Taunus, sondern auch ein Ort mit historischer Bedeutung für demokratische Entwicklungen. Er wurde schon früh zu einem wichtigen topografischen und ideellen Bezugspunkt für die Umgebung.

  • Parkstraße 2, 61389 Schmitten im Taunus

    Rathaus, Schmitten im Taunus

    Das Rathaus der Gemeinde Schmitten im Taunus ist seit 1982 die zentrale Anlaufstelle für die rund 10.000 Einwohner der Gemeinde und ihrer neun Ortsteile. Untergebracht in einem umgebauten ehemaligen Parkhotel, bündelt es die Verwaltung, die nach der hessischen Gebietsreform der 1970er-Jahre zusammengewachsen ist. Das historische Alte Rathaus in Arnoldshain erinnert als Heimatmuseum und Gemeindearchiv an die gewachsenen Wurzeln der Dorfgemeinschaft.

  • Freier Platz, 61449 Steinbach

    Freier Platz, Steinbach

    Der Freie Platz in Steinbach ist seit jeher der Mittelpunkt des Dorfes: Versammlungsort, Kerbe- und Kirchweihplatz, Forum für Handel und Transport, allabendlicher Treffpunkt für Jung und Alt, sowie tagtäglicher Wasserspender.

  • Gartenstraße 20, 61449 Steinbach

    Rathaus, Steinbach

    Das heutige Rathaus Steinbach ist in einem 1910 errichteten ehemaligen Schulgebäude untergebracht, das 1966 – nach dem Bezug eines neuen Schulzentrums – zur Stadtverwaltung umgewidmet wurde. Dieser Wandel spiegelt das rasante Wachstum Steinbachs wider: von knapp 400 Einwohnern zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf fast 10.000 in den 1960er Jahren, was schließlich 1972 zur Verleihung des Stadtrechts führte.

  • Christian-Wirth-Schule, 61250 Usingen

    Christian-Wirth-Saal, Usingen

    Der Christian-Wirth-Saal und der Wilhelmj-Salon auf dem Usinger Schlossgarten-Campus entstanden 2008 aus einer gemeinsamen Initiative von Hochtaunuskreis, Stadt und Schule und werden seither von allen dreien gemeinsam genutzt. Als Tagungsort der Stadtverordnetenversammlung, Bühne für Kultur und Aula der Christian-Wirth-Schule vereinen sie demokratisches Leben, bürgerschaftliche Begegnung und schulischen Alltag unter einem Dach. Die Namensgebung ehrt zwei bedeutende Usinger Persönlichkeiten: den Geigenvirtuosen August Wilhelmj und den Politiker Friedrich Christian Wirth.

  • Obergasse 23, 61250 Usingen

    Prinzenpalais, Usingen

    Das Prinzenpalais in der Usinger Obergasse blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: von einem Adelshof des 14. Jahrhunderts über einen fürstlichen Besitz, eine Poststation mit Gasthaus bis hin zum Amtssitz des Landkreises Usingen ab 1888. Als Geburtsort des liberalen Paulskirchen-Politikers August Franz Hergenhahn und Gründungsort der freiheitsgesinnten „Wetterauer Gesellschaft“ ist es zugleich ein Ort des demokratischen Gedächtnisses der Region.

  • Wilhelmjstraße 1, 61250 Usingen

    Rathaus, Usingen

    Das Usinger Rathaus wurde 1687 als selbstbewusstes Zeichen der Bürgerschaft gegenüber dem Residenzschloss errichtet und steht bis heute als Sitz der Stadtverwaltung in Dienst. Nach einer behutsamen Sanierung und Erweiterung in den 1990er Jahren – bewusst ohne Neubau auf der grünen Wiese – vereint es historische Bausubstanz mit moderner Verwaltung. Als Ort von Bürgerbüro, Magistrat und Stadtverordnetenversammlung bringt es Verwaltung, Exekutive und Bürgerschaft unter einem Dach zusammen.

  • Am Rathaus 2, 61273 Wehrheim

    Altes Rathaus, Wehrheim

    Im Jahre 1849 bekam Wehrheim seinen ersten gewählten Bürgermeister, Peter Jäger. Zusammen mit dem Gemeinderat beschloss Jäger neun Jahre später, das mittelalterliche Rathaus abzureißen, da es den Anforderungen des Ortes nicht mehr genügte. Ein neues, angemesseneres Rathaus wurde errichtet.

  • Am Senner 1, 61276 Weilrod

    Rathaus, Weilrod

    Ein historisches Wahrzeichen und lebendiges Zentrum kommunaler Demokratie Das heutige Rathaus der Gemeinde Weilrod blickt auf eine bewegte und facettenreiche Geschichte zurück, die eng mit der Entwicklung der Region verbunden ist. Erbaut in den 1920er Jahren im repräsentativen neobarocken Stil, wurde das Gebäude ursprünglich als „Kurhotel Streda“ errichtet und prägte mit seiner eleganten Architektur und seiner exponierten Lage hoch über dem Weiltal von Anfang an das Ortsbild.